Kirchberg im Wald – Wer glaubt, Fastenzeit bedeute Verzicht auf Spaß, der war bei der zweiten Fastenwanderung des SLC Kirchberg am Samstag, 21. März 2026, definitiv am falschen Ort – oder besser gesagt: genau am richtigen.
Pünktlich um 15:30 Uhr traf sich eine wetterfeste Truppe von über 20 Wanderfreunden am Alten Sportplatz. Mit dabei: Teilnehmer zwischen fünf und 72 Jahren sowie zwei motivierte Vierbeiner – vermutlich die Einzigen, die sich über Matsch wirklich gefreut haben. Trotz nasskalter Bedingungen und einem Wind, der eher zum Sofa als zum Wandern einlud, war die Stimmung von Anfang an erstaunlich gut.
Die Route führte über Reichertsried und Todtenau hinein in die Trimm-Dich-Strecke im Staatswald Richtung Höllmansried. Schnell wurde klar: Das hier wird kein Sonntagsspaziergang. Schnee, Matsch und rutschige Passagen verlangten Trittsicherheit – oder zumindest Humor. Vor allem Letzterer war reichlich vorhanden, als sich zeigte, dass nicht jedes Schuhwerk den Bedingungen gewachsen war. Die eine oder andere elegante Rutschpartie sorgte für Gelächter und machte die Wanderung zu einem echten Erlebnis.
Doch genau diese kleinen „Abenteuer“ schweißten die Gruppe zusammen. Es wurde geholfen, gewitzelt und gemeinsam gekämpft – gegen den inneren Schweinehund und den äußeren Matsch.
Am Vereinscontainer angekommen, durfte das obligatorische Gruppenfoto natürlich nicht fehlen – mit leicht verschmutzten Schuhen, aber strahlenden Gesichtern.
Dann folgte der verdiente gemütliche Teil: Im liebevoll vorbereiteten „Mehrzweckcontainer“ bei Familie Ertl wartete eine wohlverdiente Stärkung. Für die Erwachsenen gab es eine Auswahl an zünftigen Starkbieren, während die jüngeren Teilnehmer mit alkoholfreien Getränken versorgt wurden. Kulinarisch wurde ebenfalls aufgefahren: Brathering, Bauernbrot, Erdäpfel und Zwiebeln für die Großen – Fischstäbchen mit Pommes für die Kleinen. Den krönenden Abschluss bildete ein traditioneller Verdauungsschnaps, der die Kälte endgültig vergessen ließ.
Ein großer Dank gilt Elisabeth und Josef Ertl, die mit viel Engagement und Herzblut für beste Verpflegung und Organisation sorgten.
Doch damit war der Tag noch nicht ganz vorbei: Mit Einbruch der Dunkelheit stand der Heimweg an. Während einige Teilnehmer den komfortablen Rücktransport wählten, machte sich der harte Kern zu Fuß auf den Weg – bestens ausgerüstet mit Stirnlampen und „flüssiger Motivation“. Unter dem klaren Sternenhimmel entwickelte sich sogar eine kleine spontane Astronomie-Stunde, bei der fachkundig über Sterne und Planeten philosophiert wurde.
Ganz ohne Stirnlampe ging allerdings nichts mehr, und auch mit „Wegebier-Unterstützung“ zog sich die
Strecke länger als gedacht. Aber wie schon zuvor galt: Gemeinsam kommt man an.
Am Ende bleibt vor allem eines: ein rundum gelungener Tag voller Natur, Gemeinschaft, Humor und
einer ordentlichen Portion Durchhaltevermögen. Oder anders gesagt: Genau so stellt man sich eine
Fastenwanderung beim SLC Kirchberg vor.
Die Teilnehmer sind sich jedenfalls einig – die nächste Wanderung kann kommen!
(Text: Thomas Altmann, Fotos: Diana Lang/Thomas Altmann)






